10.05.2020

Bildungsgerechtigkeit auch in Zeiten von Corona

Foto: pixabay

Mittlerweile ist klar, dass das Element des digitalen Fernunterrichts die Schulen einen längeren Zeitraum begleiten wird.

B'90/Die Grünen OV Buxtehude/Altkloster fordern eine Übersicht über den Umgang aller Schulen in Buxtehude zum Thema Sicherstellung von Bildungsgerechtigkeit in Zeiten von Corona. Neben den pädagogischen Konzepten (Schulverantwortung und nicht Gegenstand dieser Anfrage) spielt die Schulausstattung (städtische Verantwortung) eine entscheidende Rolle.  

Wir gehen davon aus, dass die Verbesserung der digitalen Ausstattung neben der Herstellung von Bildungsgerechtigkeit gleichzeitig eine Entlastung für die Lehrkräfte ist, die es derzeit wirklich nicht einfach haben.

Stand 01.01. 2020 lag auf Landesebene kein Antrag zum Mittelabruf aus dem Digitalpakt Schule aus Buxtehude vor.  https://www.landtag-niedersachsen.de/drucksachen/drucksachen_18_07500/05501-06000/18-05737.pdf

Wir haben folgende Fragen:

1.  Wie ist der Status heute?

2.  Trifft es zu, dass die Stadtverwaltung das Verfahren der Antragstellung an sich gezogen hat?

3.  Wie hat die Verwaltung den mehrwöchigen Unterrichtsausfall genutzt, um gemeinsam mit den Schulen die digitale Unterstützung des Unterrichts an den Schulen und die bestehende Ungleichheit in der infrastrukturellen Struktur beseitigen?

4.   Wie stellt die Stadtverwaltung sicher, dass im Zuge des auf absehbare Zeit fortdauernden digital gestützten Fernunterrichts die Bildungsgerechtigkeit durch die Schaffung zumindest gleicher Hardware-Ausstattung für alle Schüler*innen sichergestellt ist?

5.   Wie wird gewährleistet, dass die Kinder, deren Eltern kein Geld für Rechner, Drucker, Headset (Zubehör für den digitalen Unterricht) haben, gleichberechtigt am Fernunterricht teilnehmen können?

6.   Gedenkt die Stadtverwaltung die Schulen bei der Erhebung der „digitalen Lücke“ zu unterstützen?

7.   Welche Maßnahmen plant die Stadtverwaltung zur Schließung der digitalen Lücke?

8.   Wie viele Rechner stehen den Schulen zur Verfügung, die in dieser Sondersituation auch an bedürftige Schüler*innen verliehen werden können?

9.   Welcher Aufwand (z.B. Hygienemaßnahmen, Aufsicht) müsste neben der Erhebung der Betroffenen betrieben werden, um Kindern ohne Rechner und/oder Netzanschluss z.B. einen Arbeitsplatz in der Schule stellen zu können? Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, die Schulen dabei zu unterstützen (Hygienemaßnahmen, Aufsicht)?

10.   Wir wird sichergestellt, dass die Kinder in den Unterkünften in Heitmannshausen, die überhaupt nicht ans Netz angeschlossen sind und für die die sprachliche Entwicklung eine besonders hohe Bedeutung hat, nicht abgehängt werden? Gleiches gilt für die Kinder in Hedendorf/Neukloster soweit dort auch Familien wohnen.

Wir fordern die Stadtverwaltung auf, falls die mit hoher Wahrscheinlichkeit bestehende digitale Lücke es erforderlich macht, sofort Haushaltsmittel umzuschichten und zusätzlich die Schulen durch einen öffentlichen Aufruf für zweckgebundene Geldspenden zu unterstützen.(IS)

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