Nach dem Hin und Her in Berlin über die Finanzierung der A20 ist für uns klar: Unter dieses Milliardenprojekt muss endlich ein Schlussstrich gezogen werden. Während die Bundesregierung Milliarden für Prestigeprojekte hin- und herschiebt, sitzen Menschen in unserer Region Tag für Tag im Stau oder warten auf verspätete Züge. Das ist Politik an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.
Joachim Fuchs, Sprecher der GRÜNEN im Kreisverband Stade
Gestern Abend (24. September 2025) hat unsere Mitgliederversammlung erneut bekräftigt: Die A20 ist ein Milliardengrab und umwelt- und klimapolitischer Wahnsinn. Jeden Tag höre ich von frustrierten Pendlerinnen und Pendlern, die an der Elbfähre im Stau stehen oder in überfüllten Zügen nach Hamburg fahren. Und Berlin diskutiert ernsthaft, ob wir Milliarden in einen Tunnel stecken sollen, der frühestens in zehn Jahren fertig wäre – wenn überhaupt. Was bringt mir eine neue Autobahn, wenn mir auf dem Weg dorthin die Brücke unter dem Auto wegbröselt?
Alexandra Kleine-Natrop, Sprecherin der GRÜNEN im Kreisverband Stade:
„Ein Autobahnneubau wie die A20 verlagert das Problem nur – er bringt mehr Verkehr in unsere Dörfer, löst aber nichts. Ein Ausbau der Fähre könnte dagegen schon in wenigen Jahren Staus verringern und Verlässlichkeit schaffen. Milliarden in Neubauten zu binden, ist die alte Straßenbau-Politik – kurzsichtig und verantwortungslos gegenüber Klima und kommenden Generationen.“
Verena Wein-Wilke, Sprecherin der Kreistagsfraktion in Stade:
„Den Menschen wird suggeriert, dass die A20 bald komplett von Glückstadt nach Westerstede gebaut werden kann. Das stimmt nicht. In Wahrheit gibt es nur für drei Abschnitte überhaupt Baurecht: das Kreuz Kehdingen, die Umgehung in Bremervörde und ein kleines Stück bei Westerstede. Für den großen Rest fehlen Geld, Genehmigungen – und die Antwort auf die Frage: Wollen wir wirklich noch wertvolle Moorböden zerstören, nur um eine neue Autobahn zu bauen?“
Karin Aval, Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Stadtrat Stade und Mitglied der
Kreistagsfraktion:
„Wir setzen uns klar dafür ein, die Verlegung des Industriegleises Stade–Bützfleth vom Bau der A26 zu entkoppeln. Das Gleis kann und sollte unabhängig vom Autobahnprojekt umgesetzt werden. So bleibt die Anbindung des Industriegebiets erhalten – und gleichzeitig würden die Anwohnerinnen und Anwohner endlich entlastet. Es wäre absurd, den dringend notwendigen Schutz der Menschen vor lautem Güterverkehr mit teils gefährlichen Stoffen weiter an den Ausbau der A26 zu koppeln. „
Unterstützung kommt auch von der GRÜNEN Bundestagsabgeordneten Julia Verlinden, die den Wahlkreis Stade mitbetreut:
„Es ist ein Skandal, dass die schwarz-rote Koalition Milliarden für neue Autobahnen bereitstellt, während überall Brücken bröckeln und Pendlerinnen und Pendler auf verlässliche Bahnen warten. Die A20 und A39 sind absurd teure Projekte ohne echten Nutzen. Stattdessen muss das Geld endlich dahin fließen, wo es gebraucht wird: in Sanierungen, in Lärmschutz und in den Ausbau der Schiene.“
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